Smartwatches – Trend oder die Zukunft im Uhrenbereich?

Die neuen Smartwatches – Trend oder die Zukunft im Uhrenbereich?

An vielen Handgelenken finden sich mittlerweile nicht mehr die normalen Uhren oder Chronometer sondern immer stärker vor allem moderne Smartwatches, die neben der Anzeige der Zeit und des Datums auch Benachrichtigungen vom Handy anzeigen können, den Puls messen und sogar Fotos machen. Aber ist das nur ein vorübergehender Trend, wie es die Digitaluhr in den 80er Jahren war, oder stellen die Smartwatches die Zukunft im Bereich der Automatik-Uhren dar?

Spätestens seit Apple mit einer eigenen Apple Watch in diesem Bereich eingestiegen ist, scheint klar, dass Smartwatches eine längerfristige Zukunft haben. Auch wenn die Verkaufszahlen der Armbanduhr von Apple bei weiten nicht an den Erfolg des iPhones heran reichen, hat das Unternehmen die Uhren in einem wirtschaftlich interessanten Bereich gerückt. Die Preise für eine Apple Watch beginnen dabei bei etwa 349 Euro für die preiswertest Kunststoff-Version mit Sportarmband (Apple Watch Sport) und enden bei weit über 13.000 Euro für die Apple Watch Edition mit einem Gehäuse aus aus 18 Karat Roségold. Gerade im teuren Bereich ist die Uhr dann aber eher ein Schmuckstück und weniger eine Uhr an sich.

Die Preise machen aber schon deutlich, dass es sich hier um keine Spielzeuge handelt, sondern man Alternativen zu den normalen Uhren anbieten will und kann.

Smartwatches mit und ohne eigenem Tarif

Allerdings ist die Apple Smartwatch – und das trifft auf die meisten Uhren in diesem Bereich zu – gar nicht so smart, wie der Name vermuten ließe. Ohne ein Handy, mit dem die Uhr verbunden wird, sind die meisten Funktionen der Smartwatch nicht nutzbar. Man hat dann in erster Linie ein teures Stück Technik am Handgelenk, dass wenig kann.

Der Grund dafür ist einfach: die meisten Smartwatches auf dem Markt haben derzeit keine Simkarte, die eine Verbindung mit dem Internet oder dem Mobilfunk-Netz erlauben würde. Die Geräte können daher nicht selbst aktiv ins Netz gehen oder Daten empfangen sondern sind immer darauf angewiesen, dass ein Handy bzw. Smartphone das für sie erledigt.

Die derzeit einzige Ausnahme die die Samsung Galaxy Gear S2 Smartwatch, die in der Classic Version eine sogenannte eSIM Karten an Bord hat, die sich mit Datentarifen programmieren lässt. Dann kann man auch direkt mit der Uhr ins Netz gehen und zum Beispiel Mails abrufen. Der Nachteil ist dann allerdings, dass man auch für die Uhr einen eigenen Tarif benötigt. Einige Anbieter haben darauf bereits reagiert und bieten Tarife und Allnetflat mit mehreren Simkarten an. Dann kann man mit einem Tarif mehrere Geräte nutzen. Das ist aber eher noch die Ausnahme.

Prinzipiell machen derzeit Smartwatches nur Sinn, wenn man auch ein Handy dazu hat, um die smarten Funktionen nutzen zu können.

Nach wie vor ein Problem: das Design

Ein weiteres Problem vieler moderne Smartwatches ist das Design. Die Anbieter haben sich weniger an klassischen Uhren orientiert sondern nutzen moderne Designs mit LCD Display. Das gefällt nicht allen Nutzern, weil die Uhren teilweise viel zu modern wirken. Einige Anbieter sind bereits wieder dazu über gegangen die Uhren weniger futuristisch zu gestalten – abgeschlossen ist dieser Prozess aber noch nicht.

Kritisch wird auch die Größe gesehen. Die moderne Technik lässt sich nicht beliebt verkleinern, daher sind viele Uhren am Handgelenk noch vergleichsweise groß. Das macht bei Herrenuhren nicht viel aus, an einem zierlichen Frauen-Handgelenk wirken die Uhren aber oft klobig und zu überdimensioniert. Das schreckt ab und engt den Kreis von potentiellen Nutzern ein.

Wie sieht die Zukunft der Smartwatches aus?

Ob die Smartwatches eine dauerhafte Zukunft haben werden, hängt auch davon ab, ob die Anbieter es schaffen, die aktuellen Kinderkrankheiten zu beseitigen. Prinzipiell ist die Ideen, ein Multifunktionsgerät am Handgelenk zu tragen, durchaus interessant. Die wenigsten Uhrenliebhaber sind dafür aber bereit, klobige Klötze zu tragen oder die Uhr ständig nachladen zu müssen.

Wenn die modernen Uhren also etwas von ihrem hypermodernen Design verlieren und mehr Funktionen bekommen, haben sie durchaus die Chance, sich einen eigenen Bereich zu erobern. Ob das gelingt werden aber erst die nächsten Jahre noch zeigen müssen.

Autor Bastian Eebert


 

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